Das Reiki-Kistchen
Eine Reiki-Kindergeschichte von Michaela Weidner

 

In dieser Geschichte erfährst du, was es mit dem Reiki-Kistchen von Lea* und Christin* auf sich hat.

Schwierige Zeit

Die Schwestern Lea und Christin waren 10 und 7 Jahre alt, als sie im Oktober 2008 einen Reiki-Kinderkurs bei mir besucht haben. Inzwischen ist Reiki zu einem wichtigen Teil im Leben der Familie geworden.

Die Mädchen machten damals eine für sie schwierige Zeit durch, als Reiki zu ihnen kam. Die Eltern der beiden hatten sich ein paar Monate zuvor getrennt. Sie haben sich einfach nicht mehr verstanden und viel gestritten. So kam es schließlich zur Trennung. Ihr Papa ist ausgezogen und ließ die Kinder mit ihrer Mama alleine. Für Lea und Christin war die Situation sehr schwer. Sie konnten nicht verstehen, warum sich Mama und Papa nicht mehr gernhatten.

Der Papa zieht aus

Ihr Papa hatte sich mit einer festen Umarmung von ihnen verabschiedet und ist einfach gegangen. Viele Wochen haben sie vergeblich darauf gewartet, dass er wieder zu ihnen zurückkäme. Aber er kam nicht! Viel schlimmer sogar, er meldete sich nicht einmal. Die beiden machten sich Gedanken darüber, was sie falsch gemacht hatten. Warum hatte ihr Papa sie nicht mehr lieb?

Christin und Lea sind sehr traurig

„Papa hat euch ganz bestimmt sehr lieb!“, versicherte Mama Karin* immer wieder und versuchte zu lächeln. Aber auch sie war ratlos und verletzt. Andererseits war sie auch froh, dass sie im Moment nichts mit ihm zu tun hatte. Die ewigen Streitereien hatten endlich ein Ende und sie versuchte wieder positiv in die Zukunft zu schauen. Für Christin und Lea tat es ihr aber sehr leid, schließlich war es ihr Papa. Sie liebten ihn über alles und litten sehr unter der Trennung. Mama Karin hoffte darauf, dass Reiki den Kindern ein bisschen helfen würde, die Situation leichter zu verkraften…

Das Reiki-Buch für Kinder

Die Mädchen bekamen nach dem Reiki-Kinderkurs von ihrer Mama mein „Das Reiki-Buch für Kinder“ geschenkt.

Christin hatte es sich auf ihrem Bett gemütlich gemacht und war in das Buch vertieft. „Hmm, ja, das könnte vielleicht helfen. Das müssen wir unbedingt ausprobieren!“, murmelte sie vor sich hin. Dann erschien ein Lächeln auf ihrem Gesicht. Sie sprang vom Bett auf und rannte mit dem aufgeklappten Buch zu ihrer älteren Schwester. „Hey, Lea, ich weiß jetzt, was wir machen können, um Papa wieder zu sehen.“ Lea saß gerade über ihren Hausaufgaben und war über die Ablenkung ganz froh. Interessiert schaute sie auf und fragte: „Ja, was denn?“

Die Reiki-Wunsch-Box

„Hier in dem Reiki-Buch steht, wie wir uns eine Reiki-Wunsch-Box machen können. Wir können alle unsere Wünsche hineinlegen und immer wieder Reiki draufgeben. Wir wünschen uns Papa zurück!“, erklärte Christin begeistert. Lea sah sie erstaunt an: „Und du meinst, das funktioniert?“ Diesen Teil des Buches hatte sie noch nicht gelesen. Neugierig nahm sie Christin das Buch aus der Hand und las sich die beiden Seiten durch. Anschließend dachte sie eine Weile nach. Christin wurde langsam ungeduldig: „Und, was denkst du? Das ist doch eine super Idee! Lass uns gleich eine Schachtel dafür suchen.“ „Hier steht, dass man sich nichts Unerfüllbares wünschen soll. Meinst du, unser Wunsch gehört zu den unerfüllbaren Wünschen?“, fragte Lea vorsichtig. „Ach, Quatsch! Warum sollte er unerfüllbar sein? Reiki wird das schon irgendwie hinbekommen!“, antwortete Christin, „Komm, lass uns Mama fragen. Sie macht Reiki schon so lange. Bestimmt weiß sie, ob Reiki das schafft.“

Weiß Mama Rat?

Nun rannten die beiden ganz aufgeregt zu ihrer Mama und berichteten von ihrem Vorhaben. „Glaubst du, das klappt, Mama? Wir können es doch probieren. Wir wünschen uns mit Hilfe der Reiki-Wunsch-Box Papa zurück“, schlug Christin vor.

Mama Karin war erstmal sprachlos und überlegte, was sie sagen soll. Jetzt drängelte auch Lea: „Es kann doch nichts schaden, oder? Bitte, Mama, hilf uns! Wenn wir alle drei Reiki darauf geben, wirkt es bestimmt.“ Die Mama war nun hin und her gerissen. Wenn sie ehrlich war, hatte sie momentan keine Lust, ihren Mann zu sehen. Sie war noch viel zu wütend auf ihn und froh, dass er erstmal weg war. „Ich muss erst darüber nachdenken. Bitte, lasst mir ein bisschen Zeit.“, meinte sie schließlich. Enttäuscht gingen die Kinder wieder in ihr Zimmer zurück.

Das Schmuckkistchen

Lea bemerkte, dass Christin ein paar Tränen über die Wangen kullerten. „Weißt du was? Wir machen es ohne Mama! Ich habe auch schon ein Kistchen, in die wir unseren Wunsch hineingeben können“, tröstete sie ihre Schwester und strich ihr liebevoll über den Kopf. Christin wischte sich die Tränen mit ihrem Ärmel ab. Ihr Gesicht hellte sich sofort auf, als sie das kleine, schön verzierte Schmuckkistchen sah, das Lea nun aus ihrer Nachttischschublade holte. Sie öffnete sie langsam und holte die darin verborgenen Schmuckstücke hervor: zwei Paar Ohrringe, eine wunderschöne Glitzerhalskette und ein Armband mit bunten Glasperlen. Dann nahm sie das rote Samttuch, das sie von Ihrer Oma geschenkt bekommen hatte, packte den Schmuck damit ein und legte ihn behutsam in die Schublade.

Der Wunschzettel wird geschrieben

Jetzt konnten sie ans Werk gehen. Sie holten ein Blatt Papier und schrieben ihren wichtigsten Wunsch darauf. Da die Wünsche so formuliert werden sollen, als wären sie schon in Erfüllung gegangen, stand auf dem Zettel: „Unser Papa hat uns sehr lieb! Wir verbringen viel Zeit mit ihm und sind glücklich ihn oft zu sehen!“ Diesen Wunsch sprachen sie mehrmals hintereinander gemeinsam aus.

Der Wunschzettel bekommt Reiki

Währenddessen legten sie ihre Hände auf den Wunschzettel und gaben intensiv Reiki darauf. Nach ein paar Minuten legten sie das Blatt in das neue Reiki-Kistchen und gaben auch dem Kistchen noch einige Zeit Reiki.

Diesen Vorgang wiederholen die beiden eine Woche lang jeden Tag. Inständig hofften sie, dass sich ihr Papa nun endlich wieder melden würde.

Mama hilft

Mama Karin sah ihren Bemühungen mit wechselnden Gefühlen zu. Schließlich gab sie sich einen Ruck und entschied sich, den Mädchen zu helfen. „Ob sich euer Wunsch erfüllt, weiß ich nicht, aber Reiki wirkt ja immer zum Wohle aller Beteiligten. Ihr habt eurem Wunsch ja jetzt schon ganz viel Reiki gegeben. Das war sehr wichtig und hat sicher auch schon etwas bewirkt. Ihr könntet nun noch etwas Zusätzliches machen, damit sich euer Wunsch erfüllt“, erklärte sie den beiden. Neugierig und sehr erfreut riefen beide gleichzeitig: „Ja, was denn?“ „Ihr übergebt den Wunsch an unsere Erde, damit er vielleicht schneller in Erfüllung gehen kann. Dazu vergrabt ihr euren Wunschzettel im Boden. So kann er von Mutter Erde gefunden und bearbeitet werden.“ Gesagt, getan! Die Mädchen suchten sich ein schönes Plätzchen im Garten und vergruben ihren Wunsch im Boden. Dann legten sie ihre Hände auf die Erde und gaben noch ein bisschen Reiki darauf.

Manchmal braucht es ein bissen Zeit

Nun hatten sie alles getan, was in ihrer Macht stand. Jetzt sollte Reiki wirken…

Du kannst dir sicher vorstellen, dass Wünsche manchmal ein bisschen Zeit brauchen, um in Erfüllung zu gehen. Aus diesem Grund musst du dich leider noch ein bisschen gedulden, um zu erfahren, wie es weitergeht…

 

*Namen aus Datenschutzgründen geändert

Reiki-Kindergeschichte - Das Reiki-Kistchen

Das Reiki-Kistchen

Weitere Reiki-Kindergeschichten findest du in meinem gleichnamigen Buch. Es kann hier bestellt werden: Reiki-Kindergeschichten

 

Stets aktuelle Geschichten von mir finden Sie im Reiki Magazin. Probehefte und Infos zum Abo gibt es hier: Probeheft und Abo – Reiki Magazin
Nun wünsche ich viel Freude mit der Reiki-Kindergeschichte „Das Reiki-Kistchen“, erschienen im Reiki Magazin, Ausgabe 2/2011!