Reiki-Kindergeschichte – Reiki bei tränendem Auge  
von Michaela Weidner

 

Heute erzähle ich dir die Geschichte von Lilli und ihrem Pferd Stàssa (sprich: Staussa). Lilli ist ein aufgewecktes, liebes Mädchen. Im Alter von sechs Jahren hat sie einen Reiki-Kinderkurs bei mir gemacht. Inzwischen ist sie 11 Jahre alt (im Jahr 2010).

Lilli hat ein eigenes Pferd, die Pferdedame Stãssa

Lillis Mama Tina gibt Kindern Reitunterricht, deshalb haben sie vier Pferde zuhause und oft noch Pferde von anderen zum Einreiten oder Beritt. Lilli hat das, was sich ganz viele Mädchen wünschen: Ein eigenes Pferd!
Wer selbst mit Pferden zu tun hat weiß, dass eigene Pferde auch viel Arbeit mit sich bringen. Die Pferde brauchen täglich ihren Auslauf. Sie müssen gefüttert, gestriegelt, gebürstet und gestreichelt werden. Ein sauberer Stall sollte eine Selbstverständlichkeit sein!

Klar, dass Lilli sehr gut reiten kann! Da Stàssa täglich Bewegung braucht, reitet sie fast jeden Nachmittag oder Abend mit ihr aus. Meist kommt ihre Mama Tina mit. Stãssa ist eine kleine, wunderschöne Pferdedame. Lilli liebt sie sehr!

Stãssas Auge tränt

Vor ein paar Wochen kam Lilli kurz vor dem Ausritt ganz aufgeregt zu ihrer Mama gerannt: „Mama, Mama, Stãssa weint!“ Mama Tina schaute ihre Tochter verwundert an: „Bist du sicher? Warum sollte Stãssa weinen?“ „Ich weiß es nicht! Komm mit raus, ich zeig es dir! Sie weint nur mit einem Auge!“, bekräftigte Lilli ihre Aussage. „Hmm, nur mit einem Auge? Vielleicht hat sie etwas ins Auge bekommen! Okay, ich schaue es mir einmal an!“

Stàssa und Tinas Pferd Gaya standen bereits für den Ausritt fertig gemacht im Hof. „Hier schau!“, rief Lilli und zeigte auf Stàssas linkes Auge. Tina ging ganz nah an das Auge heran und begutachtete es. „Ja, das Auge tränt ganz schön! Vielleicht hat sie Staub hineinbekommen. Zu erkennen ist nichts! Bevor wir ausreiten, reinigen wir das Auge erst einmal.“ Solange Mama Tina ins Haus ging, um sauberes Wasser und ein Tuch zu holen, streichelte Lilli ihr Pferd ganz zärtlich über den Kopf und kraulte sie an den Ohren. „Du brauchst nicht weinen, meine Süße! Das wird bestimmt ganz schnell wieder gut! Ich habe dich ganz arg lieb!“, flüsterte sie ihr beruhigend ins Ohr. Dann kam Tina auch schon zurück und reinigte Stàssa ganz sanft und vorsichtig das Auge. „Sie scheint keine Schmerzen zu haben, also lass uns losreiten. Wir werden ja sehen, ob das Auge dann aufhört zu tränen“, schlug Tina vor.

Ausritt mit den Pferden

Zum Ausreiten war das Wetter prima, trocken und angenehm warm. Es machte den beiden richtig Spaß mit den Pferden unterwegs zu sein. Lilli beugte sich immer wieder nach vorne und versuchte nach Stàssas Auge zu sehen. „Ich glaube, das Auge tränt noch immer! Was denkst du, soll ich ihr nachher mal Reiki geben?“, fragte Lilli. „Ja, das wollte ich dir auch gerade vorschlagen. Das wird ihr bestimmt sehr gut tun!“, antwortete Mama Tina. Nachdem sie ihren Ausritt beendet hatten, schauten sich die beiden noch einmal das Auge an. Leider sollte Lilli Recht behalten, es tränte noch immer! Also führte Lilli ihr Pferd in ihre Box.

Stãssa bekommt Reiki

Um keine Keime in das Auge zu bringen, ging sie sich vor der Reikigabe zuerst einmal gründlich die Hände waschen. Dann konnte es losgehen! Lilli legte ihre Hände ganz sanft über Stàssas linkes Auge. Es dauerte nicht lange und sie fühlte deutlich, wie Reiki anfing zu fließen. Pferde lieben Reiki übrigens sehr! Das hat Lilli schon vor langer Zeit festgestellt. Es bereitet ihr immer wieder viel Freude, zu sehen, wie diese stolzen Tiere Reiki genießen.
Stàssa ließ langsam den Kopf zu Lilli hinab sinken, sodass diese ihre Hände ohne Anstrengung eine längere Zeit über dem Auge liegen lassen konnte. „Uiii, Stàssa, spürst du das auch? Das wird ganz schön heiß!“, bemerkte das Mädchen. Stàssa drückte zur Antwort ihren Kopf noch mehr in Lillis Handflächen hinein.

Reiki für alle Pferde

Da in dieser Nacht Regen angesagt war, hatte Tina die anderen Pferde inzwischen ebenfalls in ihre Unterstell-Boxen gebracht. Nun bekamen die andern Tiere ebenfalls Reiki, denn Mama Tina wollte den übrigen Pferden in der Zwischenzeit auch etwas Gutes tun. So legte sie erst bei Gaya ein paar Minuten die Hände auf und wechselte anschließend zu Hija.

Je mehr Zeit verging, desto ruhiger wurde es im Stall. Wie es schien, war der ganze Stall mit Reiki ausgefüllt. Die Pferde und die Menschen genossen die angenehme Reiki-Stimmung und fühlten sich sehr wohl.

Reiki wirkt

Irgendwann verringerte sich der Reiki-Fluss in Lillis Händen. Stàssa bemerkte es auch und hob langsam den Kopf. Dankbar sah sie Lilli an und stupste sie ein bisschen mit der Nase. Lilli lächelte und meinte: „Gern geschehen, meine Süße!“ Tina beendete ebenfalls ihre Reikigabe und kam heran, um Stàssas Auge zu inspizieren. „Prima, es hat aufgehört zu tränen! Da hat Reiki wieder ganz Arbeit geleistet!“, erklärte sie freudig. „Super! Danke liebes Reiki!“, rief Lilli begeistert. Wie zur Bestätigung wieherte Stàssa einmal laut und begann genüsslich in ein Heubüschel zu beißen.

Gemütlicher Abend

„Komm Schatz, für heute ist es genug! Jetzt machen wir uns eine Kleinigkeit zum Abendessen und kuscheln anschließend gemütlich auf dem Sofa“, meinte Mama Tina und legte ihren Arm um Lilli. „Au fein! Ich merke gerade, dass ich einen riesigen Hunger habe. Mal sehn, ob mir da eine Kleinigkeit reicht“, grinste Lilli. Die beiden wünschten ihren Pferden eine gute Nacht und gingen lachend ins Haus.

Stãssa geht es wieder prima

Am nächsten Morgen schaute Lilli vor der Schule noch schnell bei Stàssa vorbei. Die Pferdedame begrüßte Lilli mit einem zärtlichen Stupser mit der Nase. „Ich sehe schon, dir geht es wieder sehr gut! Na, dann kann ich ja ganz beruhigt in die Schule gehen“, freute sie sich, „Bis später!“ Stàssas Auge war dank Reiki in Ordnung und hat seitdem nicht mehr getränt.

Mit Reiki erleben Lilli und ihre Mama Tina immer wieder kleine Wunder. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es noch mehr von den beiden zu erzählen gibt.

Reiki-Kindergeschichten - Reiki bei tränendem Auge

Lilli beim Ausritt